2. Simsontreffen Holland 2013

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Auch dieses Jahr waren wir beim wohl einzigen Simson-Treffen in unserem Nachbarland vertreten. Dieses Mal donnerten wir allerdings nicht zusammen, sondern in einzelnen Gruppen über die Landstraßen Richtung Westen hinweg.

Zusammen mit Moritz und Frederik sprang ich am Freitag um 18 Uhr in die Sättel. Die Gelsenkirchener Fraktion knatterte mit Schwalbe und SR50 bereits mittags los und unser Begleitfahrzeug mit dem gesamten Gepäck startete gegen 20 Uhr.

Der Weg ist das Ziel. Dieses Motto war auch bei dieser Tour vollkommen zutreffend! Moritz hat unterwegs den Seitendeckel, als auch das Rücklicht auf der Straße gelassen. Beides ließ sich aber wieder an seiner S51 anbringen. Eine Simson ist schließlich robust gebaut, die Teile halten schon etwas aus!

Leider ist nicht jedem die genaue Strecke (ziemlich genau 100 km) im Gedächtnis geblieben und so kam es dazu, dass erst nach und nach alle Mitglieder am Platz eintrafen.

Speziell unser Trio tat sich schwer.

Am Ende hatten wir schließlich einen kleinen Umweg von knapp 40 km auf dem Tacho..

Endlich am Campinglatz angekommen, schlugen wir direkt unsere Zelte auf und errichteten ein kleines Moped-Lager. Die Nachbarn empfingen uns gleich mit einem Schnaps, was wünscht man sich mehr?

Auch wenn der Wetterbericht für das Wochenende alles andere als rosig aussah, von dem versprochenem Regen sahen wir nichts..noch nichts..

Nachdem jeder sein eigenes kleines Reich errichtet hatte, wurden die ersten Platzrunden gedreht und der Grill aufgebaut. Da der Kohlegrill im letzten Jahr auseinandergefallen ist, entschieden wir uns dieses Jahr für einen Gasgrill. Doch auch diese Entscheidung sollten wir bereuen. Zwar war die ganze Angelegenheit stabil, aber das Fleisch brauchte eine halbe Ewigkeit um gar zu werden. Was an fester Nahrung noch nicht da war, wurde durch Flüssignahrung ersetzt.

Bis spät in die Nacht wurde gequatscht und wir haben unsere erste große Ausfahrt in diesem Jahr einfach nur genossen!

Nach und nach krochen am Samstagmorgen verschlafene Gesichter aus den Zelten, beziehungsweise aus dem Auto. Denn wer zu faul war sein Zelt aufzubauen, der schlief eben zwischen Bierkästen und Werkzeug im guten Peugeot. Nach einer Dusche und einem Frühstück am reich gedeckten Tisch war jeder bereit für Tag Nummer zwei.

Bereits nach der ersten Mahlzeit setzte sich Moritz vor seine orangene S51 und versuchte das störrische Gefährt wieder zum Laufen zu bringen. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hatte die gute Dame Zündaussetzer oder einfach allgemeine Zündprobleme.

Mit der Zeit bildete sich eine Traube von „Schraubern“ um das DDR-Moped und jeder hatte seine eigene Meinung zum Thema:
„Das liegt an der Zündspule!“, „Das Steuerteil ist durch!“, „Die Zündkerze ist defekt!“, „Kauf dir ne Vespa!“..

Bis zum Abend hin wurde wirklich alles ausgetauscht. Eine komplett andere Zündung wurde eingebaut, Teile von anderen Mopeds ausprobiert..es half alles nichts..

In der Zwischenzeit startete die Preisverleihung des Mopedclubs von Holland. Unsere Aussichten auf einen Preis waren eigentlich nicht gerade hoch, aber dennoch wurden wir mit einer Fliese für die zweitweiteste Anreise geehrt!

Zurück an unserem Lager, ging die Arbeit an Moritz S51 weiter. Immer wieder wurde angekickt, bis der Sprit schon am Auspuff wieder hinausslief. Ab und zu sprang sie auch an, aber von einem richtigen „Knattern“ konnte keine Rede sein..Moritz war am verzweifeln!

Am Ende war es schlicht und ergreifend der falsche Kerzenstecker. Mit einem zu hohen Innenwiderstand kann nun einmal auf Dauer kein Funke kommen. Naja, hinterher ist man immer schlauer!

Leider konnten wir an der kleinen Ausfahrt nicht teilnehmen, der Himmel zog sich immer weiter zu und es sah arg nach Regen aus. In der Tat tröpfelte es hin und wieder einmal.

Der letzte Abend vor der Rückfahrt wurde wie am Vortag in allen Zügen genossen. Der Grill wurde frühzeitig angeworfen und es gab ein kleines Feuerchen. Leider ist aus unbekannter Ursache eine leere Gasflasche ins Feuer geraten und hat für einen kurzen Schreckmoment und einem nun gut belüftetem Zelt gesorgt. Zusammen mit den Platznachbarn wurde noch eine Runde Flunkyball gespielt, doch schließlich begann es doch wie aus Eimern zu gießen. Der „Clubvan“ bot jedem Zuflucht und nach 15 Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei.

Schließlich zogen wir uns in die platzeigene Bar zurück, in der eine Rock-Band für eine ausgelassene Stimmung sorgte. Bis in den frühen Morgen wurde getanzt und gefeiert.

Nach einem letzten Frühstück ging es am Sonntag ans Zusammen-packen. Schnell die Zelte eingepackt, den Müll gesammelt und schon konnte es losgehen.

Man nehme einen Müllsack, reiße drei Löcher hinein und fertig ist der Regenschutz für die Heimfahrt! Sieht komisch aus,hält aber trocken!

Nach einem letzten Frühstück ging es am Sonntag ans Zusammenpacken. Schnell die Zelte eingepackt, den Müll gesammelt und schon konnte es losgehen.

Zwar war es etwas enger im Auto als auf der Hinfahrt, aber was ist für uns schon unmöglich?

Die Rückfahrt an sich verlief ohne Probleme. Der richtige Weg wurde sofort gefunden und im Gegensatz zum Vorjahr, kamen wir nicht um vier Uhr morgens bei uns zu Hause an. Die Möps summten zuverlässig die Landstraße hinweg.

Ein feierlichen Moment gab es noch für Matzes Maschine, nach zwei Jahren hat er die 10.000 Kilometer-Marke erreicht!

Wir können dieses Treffen einfach nur weiterempfehlen. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art, kann man eigentlich tun und lassen was man will. Über ein Lagerfeuer regt sich niemand auf, auch eine Runde mit dem Moped um zwei Uhr nachts wird nicht als störend empfunden.

 

Holland 2014 – Wir sind dabei!

 

 

Und hier noch ein paar Bilder vom Treffen!