Tag des Trabi am 02.08.2013 - Mach mal mehr!

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Bereits zum dritten Mal machten wir uns auf den doch recht kurzen Weg nach Ascheberg. Da sich nicht jedes Mitglied in der schönen Ferienzeit befindet, fuhren wir in zwei ein- zelnen Gruppen. Der erste große Tross startete gegen 15 Uhr in Haltern am See. Der Rest, bestehend aus Philipp, Marie und Matze, machte sich gegen 17 Uhr von Recklinghausen aus auf die Reise. Auf dieser Tour gab es die Premiere für Matze's HP 400 Anhänger. 

Jeder hatte die Möglichkeit sein Gepäck vom Trabi ziehen zu lassen, und nicht selbst transportieren zu müssen. Leider verloren sich unterwegs ein paar Fahrzeuge aus den Augen, keine Nebelschwade war mehr zu sehen. Schlussendlich kamen dann aber doch alle gesund an, auch wenn das Gemüt des einen oder anderen Fahrers leicht gereizt war. Am Platz angekommen wurden gleich die Zelte aufgeschlagen, der Pavillon aufgebaut und Stühle aufgestellt. Der Abend konnte kommen! 

Da wir bisher immer schlechte Erfahrungen mit unseren Grills gemacht haben, entschieden wir uns für dieses Treffen für einen robusten Dreibeingrill mit massiver Grillschale. Im Nachhinein die beste Wahl, denn er geht nicht kaputt und die Wartezeiten auf ein Stück Fleisch konnten definitiv gesenkt werden. Obwohl die Sonne sich immer weiter senkte, die Stimmung stieg immer weiter an. Mit genug Bier und Hochprozentigem wurde der Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer nicht dabei war, hat was verpasst! 

Normalerweise werden wir beim Zelten durch laute Nachbarn, den Sonnenschein oder Mopeds geweckt. Doch der Samstagmorgen hielt eine nasse Überraschung für uns parat..um 10 Uhr hörte es aber auch schon wieder auf zu tröpfeln und der Boden verwandelte sich glücklicherweise nicht in eine Sumpflandschaft. 

Um 13 Uhr startete die Jury ihre Runden um den Platz. Gesucht waren selbstverständlich die schönsten Trabant-Modelle, aber auch Motorräder, Mopeds und andere Ostblock-Fahrzeuge standen auf der Liste. Nachmittags fassten wir den Plan schwimmen zu gehen. Da aber kaum jemand eine Badehose eingepackt hatte, machten wir uns zunächst auf den Weg zu KIK. Nachdem nun jeder ausgerüstet war, ging es wieder auf den Weg Richtung Schwimmbad. Eine Simson, zwei DKW eine MZ und ein voller Trabi tuckten die Landstraße entlang, als sich plötzlich die Motorhaube der Rennpappe selbständig öffnete. Langsam rollten wir an den Straßenrand. Sascha wollte gerade die Haube von seiner S51 aus schließen, da war es schon geschehen. 

Moritz rauschte mit seiner DKW ins Simson-Heck. Sascha wurde unter seiner Maschine begraben und sein Bein machte Bekanntschaft mit dem heißen Auspuff. Marie, die hinten auf Moritz' Sitzbank saß, wurde vom Moped geworfen und stieß mit ihren Beinen unglücklich gegen eines der beiden Fahrzeuge. Der eigentliche Unfallfahrer hatte natürlich die geringsten Verletzungen. Nach einem kurzen Schreckmoment kümmerten sich alle anderen um die Verletzten und um die beiden Mopeds. Man kann wirklich nur von Glück reden, dass nicht méhr passiert ist. Hätte Moritz nur eine halbe Sekunde später gebremst..aber daran wollen wir garnicht denken. Da alle Beteiligten nach einer Minute schon wieder halbwegs lachen konnten, waren unsere Sorgen gleich kleiner geworden. Saschas S51 wurde auf einen Anhänger der Sputniks verladen und zürück zum Platz gebracht. Drei kaputte Blinker, ein gebrochenes Rücklicht und ein verbogener Lenker sind zu beklagen. Am Platz angekommen wurden Marie und Sascha gleich ins Krankenhaus geschickt um sicher zu sein, dass wirklich nichts passiert ist. Was haben wir aus unserem ersten Unfall gelernt? Auch wenn die Sonne ballert und man es vor Hitze kaum aushält, eine Motorradhose hätte wohl möglich alle Verletzungen mindern, wenn nicht sogar verhindern können. Zudem sollte man mit den Gedanken IMMER auf der Straße sein, damit man Hindernisse auch wirklich früh erkennt. Die Lust am Schwimmen war uns vergangen und so blieben wir den restlichen Tag auf dem Platz. 

Um 18 Uhr startete die Preis- verleihung der Sputniks, bei der wir einige Preise abräumen konnten. Bei den Motorrädern sicherte sich Philipp mit seiner DKW den zweiten Platz. Bei den Mopeds ergatterten sich Sascha mit seiner S51 und Felix mit seiner Schwalbe den zweiten und dritten Platz bei den Mopeds. Als zweitgrößte Gruppe konnten wir ebenfalls Punkten und den Sonderpreis erhielt dieses Jahr Sascha als "Pechvogel". Fünf Pokale konnten unsere Sieger schließlich in den Händen halten. Am Abend stießen noch unsere neuesten Bekannten aus Ascheberg selbst zu uns. Zusammen saßen wir in gemütlicher Runde um die Feuerschale herum und ließen den Tag bei einem nicht kühlen Bier ausklingen. Am Sonntag packten wir schließlich unsere Sachen und machten uns auf den Heimweg. Keine Pannen, niemand hat sich verirrt und jeder ist gut zu Hause angekommen. Ascheberg 2013 - es hat sich gelohnt. Auch wenn der Unfall klar die Stimmung drückte und die Beteiligten die nächsten Wochen ihre Verletzungen auskurieren müssen, es war die Reise wert!

Und hier noch eine Galerie mit den restlichen Fotos!